Herzlich willkommen in der Stadt Balve

Balve

Die ältesten Spuren menschlichen Lebens im heimischen Raum sind rund 100.000 Jahre alt und stammen aus der Balver Höhle.
Diese riesige Naturhalle dient nicht nur der Bürgerschaft als Festsaal für das jährliche Schützenfest, sie ist zugleich auch eine der bedeutendsten Fundstätten altsteinzeitlichen Kulturgutes in Mitteleuropa. Ein großer und wesentlicher Teil des Fundgutes wird in den Museen des weiten Umkreises als Zeugnis steinzeitlicher Kulturen ausgestellt.
Der Fluß Hönne hat sich ein Bett durch den Kalk geschaffen. In den folgenden Jahrtausenden wandelte sich die Landschaft von einer unwirtschaftlichen Kalksteppe zu einem Gebiet mit undurchdringlichen Wäldern, die gelegentlich von Jägern und Sammlern durchstreift wurden. Anfang des 4. Jahrtausends beginnt auch hier der Mensch, die vorgefundene Welt urbar und für sich nutzbar zu machen, seßhaft, baut sich seine Behausung selbst und betreibt Ackerbau und Viehzucht.

Funde in den zahlreichen Höhlen des umliegenden Hönnetales aus der vorrömischen Eisenzeit (zwischen 750 v. Chr. und der Zeitwende) weisen als Siedlungsreste auf den hier wirkenden Menschen hin. Als wohl bedeutendster Fund muß der Mammutzahn genannt werden, der 1938 in der Balver Höhle bei Schürfgrabungen entdeckt und der dritt größte Stoßzahn dieser Art ist, der jemals gefunden wurde. Die Funde bei den Grabungen lassen darauf schließen, daß der "Neandertaler" rund 100.000 Jahre das Hönnetal besiedelte.
Viel später entstand eine kleine Ansiedlung aus mehreren zerstreut an den Ufern der Hönne liegenden Haupt- und Nebenhöfen. Eines dieser Güter im Besitz des Sachsenherzogs Widukind (um 780 n. Chr.) wird "Ballowa" genannt und weist auf den späteren Namen Balve hin.

Die älteste urkundliche Erwähnung des Ortes Balve wird 864 n. Chr. mit dem hl. Ludger in Verbindung gebracht. Dies weist zugleich auch auf die erfolgte Christianisierung des heimischen Raumes hin.
Vermutlich gehörte die kath. Pfarrgemeinde zu den Urpfarreien des Sauerlandes.
Die St. Blasius Kirche Die alte Kirche, deren ältester Teil aus dem 12. Jahrhundert stammt, stellt das bedeutendste Baudenkmal der Stadt dar.
Die geschichtliche Entwicklung Balves in den folgenden Jahrhunderten wurde dann weitgehend von ihrem politischen Schicksal als Ort an der Grenze zwischen kurkölnischem Gebiet und der Grafschaft Mark bestimmt. So gehörte Balve bis 1358 zur Grafschaft Arnsberg und kam hierauf mit der Grafschaft zum Erzbistum Köln, eine Bindung, die durch Jahrhunderte bestimmend blieb.

Das Jahr 1430 brachte dem Ort an der Grenze die Verleihung der Stadtrechte durch den Kölner Kurfürsten und Erzbischof Dietrich II. Von Moers ( 1414-1463).
Balve gehörte nunmehr dem Landtag des kurkölnischen Herzogtums Westfalen, der Kurie der Städte und Freiheiten an, durfte vier Jahrmärkte ausrichten, die auch überregional geschätzt und besucht wurden, und besaß eine eigene Gerichtbarkeit. Der Ort konnte sich seine städtische Verfassung mit vielen demokratischen Elementen aus der kurkölnischen Zeit bis zum Ende der absolutistischen Epoche bewahren. Als sich unter dem Einfluß der französichen Revolution und der Herrschaft Napoleons das Gesicht des alten Europas zu wandeln begann, wurden die Balver kurze Zeit (1802-1815) hessische Untertanen, was eine Reihe von Änderungen im Bereich der Verwaltung, der Gerichtsbarkeit sowie der Kultur- und Kirchenpolitik zur Folge hatte. 1815 kam das Balver Land dann mit dem ehemaligen kurkölnischen Herzogtum Westfalen an das Königreich Preußen. Während die preußische Verwaltungs-, Kultur- und Militärpolitik auch hier nicht ohne Einfluß blieb, hinterließ die beginnende Industrialisierung ihre Spuren.

So stammt aus den Anfängen des 18. Jahrhunderts das bemerkenswerte Kulturdenkmal Luisenhütte in Balve/Wocklum. Es handelt sich dabei um die einzige Hochofenanlage dieser frühen Art in Mitteleuropa, die im funktionsfähigen Zustand erhalten ist. Die in den ersten Jahrzehnten unseres Jahrhunderts einsetzende rasante Entwicklung von Wirtschaft und Technik brachte für Balve zunächst keine wesentliche Strukturveränderung. Die verkehrstechnisch ungünstige Lage des Ortes an der mittleren Hönne, seine von Land- und Forstwirtschaft geprägte Infrastruktur machten es den Einwohnern schwer, wirtschaftlichen Anschluß zu halten oder gar zu gewinnen. Erst seit den fünfziger Jahren ist auch hier ein immer deutlicher werdender Wandel eingetreten. Die vormals kleine Stadt Balve, die schon im Jahre 1930 voller Stolz ihr tausendjähriges Bestehen feierte, inmitten einer eigenständigen und selbstbewußten dörflichen Umgebung - dem "Balver Land" - gelegen, stellt sich heute als ein aufgeschlossenes Gemeinwesen mit allen notwendigen Einrichtungen einer modernen Daseinsvorsorge dar.

Seit der Durchführung der Gebietsreform im Jahre 1975 ist die Stadt weit über ihre ursprünglichen Stadtgrenzen hinaus gewachsen und bildet mit den Ortsteilen und ehemaligen Gemeinden Beckum, Eisborn, Garbeck, Langenholthausen, Mellen und Volkringhausen die neue Stadt Balve, die ihre in den Jahrhunderten gewachsene Bindung an das kurkölnische Sauerland aufgeben mußte und jetzt Bestandteil des neugeschaffenen Märkischen Kreises ist.

Die Stadt Balve mit ihren Ortsteilen hat sich in den letzten Jahren mehr und mehr zu einem interessanten Feriengebiet im Sauerland entwickelt. Die rund 12.000 Einwohner zählende Stadt verbindet eine herzliche Partnerschaft mit der niederländischen Gemeinde Heerde.

Eine Besonderheit stellt das Glockenspiel der Volksbank an der Hauptstraße dar. Hier erklingen täglich um 9.00, 11.00, 15.00 und 18.00 Uhr jahreszeitlich wechselnde Melodien.

Zahlreiche Vereine bereichern das gesellschaftliche Leben in Balve. So sorgt der Musikverein Balve auf zahlreichen Schützenfesten in der Umgebung für stimmungsvolle Musik. Das Jugendorchester des Musikvereins Balve begeistert mit seinen eindrucksvollen Konzerten immer wieder das Publikum.

Traditionen werden in Balve durch die Schützenbruderschaft St. Sebastian gepflegt und als Betreiber der Balver Höhle sorgt der Verein immer wieder dafür, das bekannte Musikgruppen und Orchester den Besuchern ein hochwertiges Programm bieten.

Im sportlichen Bereich hat Balve einiges zu bieten: Der Fußballverein SG Balve/Garbeck ist aus den Vereinen VfK Balve und FC Germania Garbeck entstanden. Erste Urkunden belegen, dass der VfK Balve erstmalig im Jahr 1919 erwähnt wurde. Beide  Spielorte verfügen inzwischen über Kunstrasenplätze. Unvergessen bleibt allen sportbegeisterten Balvern der Gewinn der Deutschen Meisterschaft bei den Ü-40 Kickern im Jahre 2007, die mit einem Empfang durch den Bürgermeister vor dem Rathaus geehrt und von unzähligen Fans gefeiert wurden.

Der Tennisclub Hönnetal bietet allen Fans des weißen Sports die Möglichkeit, auf den eigenen Plätzen "In der Amecke" zu spielen. Die Freunde des Tischtennis haben ihr Domizil in der Turnhalle "In der Murmke". Hier teilen sich die Tischtennisabteilung des VfK Balve und des TTC Volkringhausen die Trainingszeiten.

Darüber hinaus sind in Balve eine Vielzahl von weiteren Sportarten wie Angeln, Tauchen, Schießen, Reiten, Wandern oder Schwimmen möglich. Auf der Seite der Vereine finden Sie eine genaue Auflistung.

Jährlich am 1. Mai findet traditionell der Tag der Offenen Tür bei der Löschgruppe Stadtmitte der Freiwilligen Feuerwehr statt. Einmal mit einem Tanklöschfahrzeug durch Balves Straßen zu fahren zählt zu den Höhepunkten für alle Kinder. Neben dem leiblichen Wohl sorgt auch jedes Jahr eine Darbietung der Arbeit der Feuerwehr für Interesse bei den Besuchern.


Ortsvorsteher: Matthias Streiter, Am Obersten Berge 12, 58802 Balve, Telefon:02375/1659


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