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Ortsteil Garbeck

Geschichte Garbecks

Der Ort Garbeck
 Der Ort Garbeck

www.garbeck.de

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Garbeck datiert vom 22. Mai 1174. In dieser Urkunde wurden vor dem Freigericht in Grambeck später Garbeck zur Gründung des Klosters Oelinghausen (Nähe von Neheim-Hüsten) einige Güter überschrieben. In dieser Zeit lebten in Garbeck zwei Ritterfamilien, die "von Gaverbecke" (Gottschalk von Gaverbecke 1341) und die "von Ketteler". Das Rittergeschlecht von Garbeck wurde nur bis 1300 urkundlich genannt. Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß diese Familie sehr bald ausgestorben ist, während die 1440 von Garbeck nach Herdringen verzogen ist. Das Gut Garbeck "op dem Thy" oder später "auf dem Plasse" kam im 15. Jahrhundert (1443 wurde Hermann von Melschede mit der Freigrafschaft Balve belehnt) in den Besitz der Familie von Melschede zu Melschede. Im 17. Jahrhundert heiratete Friedrich von Mengede Beatrix von Melschede. Die "von Mengede" blieben fast 200 Jahre im Besitz des Gutes auf dem Plasse. Nach finanziellen Rückschlägen infolge des Siebenjährigen Krieges wurde das adelige Gut von dem Bürgermeister Rump aus Altena aufgekauft, aber bald darauf an die Bauern des Dorfes Garbeck veräußert (1796). Die politische Gemeinde Garbeck entstand erst nach dem Wiener Kongreß (1815), als das ehemalige Herzogtum Westfalen an Preußen abgetreten wurde. Damals wurde der politische Verband der Provinz Westfalen, mit ihm das Amt Balve und ebenfalls die politische Gemeinde Garbeck gebildet. Ab 1830 gehörte das Amt Balve bis zum 31.12.1974 zum Kreis Arnsberg. Mit der kommunalen Neugliederung am 01.01.1975 verlor die Gemeinde Garbeck ihre Selbständigkeit und wurde Stadtteil der neu gebildeten Stadt Balve. Gleichzeitig wurde die Stadt Balve dem Märkischen Kreis zugeordnet.

Trotz der sich ständig erweiternden Industrialisierung, der in den letzten Jahrzehnten infolge von Neubaugebieten stark angestiegenen Einwohnerzahl (1974 ca. 2500 Einwohner und 1999 3073 Einwohner) hat in der Dorfbevölkerung das überlieferte Brauchtum seinen festen Platz behalten. Der Dorfrat, bestehend aus Mitgliedern aller Vereine, ist ein Grund für die brauchtumsbezogenen Veranstaltungen der Vereine und Organisationen sowie einer Vielzahl von Volksfesten. Die aktive Vereinsarbeit und die Harmonie innerhalb der Vereine ist immer noch Grundlage für eine gut funktionierende Dorfgemeinschaft. Neben den Vereinen haben die bisher noch eigenständige Pfarrgemeinde und die zweizügige Grundschule maßgeblich Anteil an der kulturellen Verwurzelung der Dorfbewohner.

Der Ortsteil Garbeck hat sich von einem überwiegend durch Landwirtschaft geprägten Ortsbild bereits zu Beginn des 18. Jahrhundert infolge der Ansiedlung von Eisenhämmern am Garbach und der Hönne strukturell gewandelt. Die Kleineisen- und Holzindustrie zu Anfang des 19. Jahrhunderts waren Grundlage für eine Fortentwicklung der Industrialisierung. Die Ausweisung von Gewerbe- und Industriegebieten hat Garbeck inzwischen zu einem für die Stadt Balve bedeutenden Gewerbestandort werden lassen. Für die Zukunft sollen noch weitere Gewerbeflächen ausgewiesen werden. Die Gemeinde Garbeck liegt im kurkölnischen Sauerland. Die Siedlungs- und Anbauflächen sind eingebettet in eine Flachmulde, die von der Hönne und dem Garbach durchflossen werden. Bewaldete Berghänge und Höhen (die höchste Erhebung "Hohe Sondern" 511 m NN) umrahmen das Tal. Zu dem Stadtteil Garbeck gehören die Ortsteile Frühlinghausen, Leveringhausen und Höveringhausen.
Den Ortsteil Höveringhausen können Sie sich unter der eigenen Homepage hier ansehen. 

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