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Ortsteil Eisborn

Zur Geschichte des Dorfes Eisborn

Der Ort Eisborn
 Der Ort Eisborn

 

 

Der Name "Eisborn" ist früher verschieden geschrieben worden: Eysbern, Esbern, auch Eysberg. Der Heimatforscher Rektor Bahnschulte aus Neheim - Hüsten leitet das Wort ab von "Eschen" und "Brennen". In einem Gabenverzeichnis für eine neue Fahne aus dem Jahre 1663, welches sich im Balver Pfarrarchiv befindet, finden sich folgende Ortsbezeichnungen: Horst, Eysbern, Grubbecken, Binolen, Asbecke. Der Haupthof in Eisborn war ein Lehnsgut des Kölner Domkapitels, denn das Herzogtum Westfalen gehörte damals zum Erzbistum Köln. 1303 saßen auf dessen Haupthof Arnold und Gottschalk, Knappen von Eisborn. Ihnen folgten die Knappen von Binolen. Lange Zeit lebte hier die Familie von Hanxleden, durch Heirat gefolgt von der Familie Haxthausen, bis das Gut 1754 von den Wocklumer Grafen von Landsberg gekauft wurde. Das Wappen der Familie von Haxthausen, welches ein Flachsmaß darstellt, ist im Wappenstein der Burg Eisborn zu sehen. Dieser Stein befindet sich heute an der Außenwand des Pfarrhauses, welches an fast der gleichen Stelle steht wie früher die Burg in Eisborn. Der Bau, der in seinem ältesten Teil 500 Jahre alt war, wurde im Juli 1965 abgebrochen, und heute erinnert nur noch die Bezeichnung "Burgstraße" an das große Eisborner Gebäude.

Während 1827 der Grundstein für eine neue Kirche gelegt wurde, die anstelle einer viel zu kleinen Kapelle als Gotteshaus im Ort dienen sollte, wurde die erste Schule in Eisborn bereits im 17. Jahrhundert errichtet. Im August 1968 wird die Oberstufe der Eisborner Volksschule geschlossen, so daß die Schüler fortan die Hauptschule in Balve besuchen müssen. Bis 1973 wurde die Grundschule des Dorfes mit zwei Lehrkräften weitergeführt. Seitdem fahren die Eisborner Kinder zur Grundschule Balve, die Asbecker Schüler nach Lendringsen und die Kinder aus dem Holzener Teil nach Holzen.

Seit April 1894 existiert eine Pfarrgemeinde in Eisborn, die vom Umfang her der Schulgemeinde Eisborn entsprach. Bis 1975 war Eisborn auch politisch eine eigenständige Gemeinde, deren letzter Bürgermeister Hermann Spiekermann war. Seit der kommunalen Neugliederung gehört das Dorf zur Stadt Balve. Heute leben in Eisborn 640 Bürger, während es 1842, im Gründungsjahr der Schützenbruderschaft, nur 162 waren. Einen starken Bevölkerungszuwachs verzeichnete das Bergdorf in den 70 er Jahren, als durch eine rege Bautätigkeit mehr als 100 neue Hausnummern hinzukamen.

 

www.eisborn.de

 

 

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