Gleichstellung bei der Stadt Balve

Was macht die Gleichstellungsbeauftragte?

Die Bestellung einer Gleichstellungsbeauftragten (früher „Frauenbeauftragte“) ist gesetzlich vorgeschrieben für jede Dienststelle mit mehr als 20 Beschäftigten. So steht es im  Landesgleichstellungsgesetz. Eine „Dienststelle“ ist dabei eine Organisationseinheit im öffentlich-rechtlichen Bereich, somit in Balve die Stadtverwaltung.

Zum einen achtet die GSB auf Chancengleichheit und Frauenförderung innerhalb der Verwaltung. Das wäre dann ein Job im Bereich des Personalmanagements, bei dem es um das „Unternehmen Verwaltung“ geht. Die Stadt soll in Sachen Gleichberechtigung, Toleranz und Frauenförderung ein Vorbild sein, deshalb passt hier eine Fachfrau genau auf.

Zum anderen ist die GSB für die Frauen in ihrer Stadt da. Sie vermittelt Rat und Hilfe, wenn sie gebraucht wird, vertraulich und unabhängig. Die GSB hilft, Netzwerke zu spannen, damit Frauen sich gegenseitig unterstützen können. Zum Beispiel organisiert sie kulturelle Veranstaltungen vom Kabarett bis zum Frauenkino, damit Gespräche und Kontakte in Schwung kommen. Zu guter Letzt trägt die GSB mit Aktionen und Präsenz in sozialen Medien und Presse Impulse zur aktuellen gesellschaftlichen Diskussion weiter in die Mitte der Gesellschaft.

Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Balve

 

 

Ist Gleichberechtigung inzwischen nicht selbstverständlich?

Nein, leider nicht. Gerade in Führungspositionen ist es so, dass Frauen noch nicht ausreichend vertreten sind. Die meiste Care-Arbeit – Kochen, Putzen, Pflegen, Kümmern – erledigen immer noch Frauen. Viele Jobs, die in der Mehrheit von Frauen erledigt werden, sind schlechter bezahlt. Frauen sind in Führungspositionen immer noch unterrepräsentiert. Es ist wichtig, dass Frauen selbstbestimmt über ihr Lebensmodell entscheiden können. Das gilt für die Frau, die mit Kindern Vollzeit arbeiten möchte, ebenso wie für Frauen, die für Pflege und Familie eine Auszeit von der bezahlten Arbeit nehmen wollen. Wie viele Männer sind in den Whatsapp-Elterngruppen? Wie viele Frauen mit Kindern arbeiten Vollzeit? Wie häufig ist Altersarmut bei Frauen? Wie viele Bürgermeisterinnen gibt es in NRW? Da ist noch einiges zu tun…

Und die Männer?

Tatsächlich gibt es gerade im sozialen Bereich auch eine Unterrepräsentanz von Männern! Für euch gilt das Recht auf Gleichstellung ebenso. Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für Männer inzwischen auch ein wichtiges Thema, und es können nur alle profitieren, wenn Männer hier von ihren Rechten Gebrauch machen und gerechte Arbeitsteilung in allen Bereichen einfordern und leben.